VertTabbar für Firefox 3.6

Firefox Version 3.6 ist seit heute verfügbar und läuft super. Bis auf die Tatsache, dass es noch immer nicht ohne weiteres möglich ist, die Tab-Leiste an den linken (oder rechten) Bildschirmrand zu positionieren. Ich werde nie verstehen, warum sie an den oberen Bildschirmrand gequetscht wird und, gerade bei Breitbildformaten, an den Seiten so viel Platz verschenkt wird. Das konnte Opera schon vor Jahren und ist der einzige Grund, warum Chrome für mich keine Chance hat.

Abhilfe für Firefox gibt es in der Form eines Addons: VertTabbar.

Dieses Addon tut genau was es verspricht. Mit nur einem Makel: Es ist nicht kompatibel zu Firefox 3.6. Jedenfalls nicht offiziell, denn es funktioniert einwandfrei. Allerdings muss man etwas tricksen, um es trotz “Inkompatibilität” zum Laufen zu bringen.

Ich habe das Plugin daher so für Firefox Version 3.6 angepasst, dass es sich installieren lässt. Inhaltlich habe ich nichts verändert, nur die “kompatible Versionsnummer” um 0,1 erhöht.

Download hier: http://dl.dropbox.com/u/3980665/verttabbar-2.8.1-3.6ed.xpi

Dear international readers: I took the liberty to modify the awesome VertTabbar Addon to work with Firefox 3.6. I changed nothing but the version number. No warranties, but it works perfectly for me.

Get it here: http://dl.dropbox.com/u/3980665/verttabbar-2.8.1-3.6ed.xpi

Windows 7: Desktopsymbole verschwunden

Neulich habe ich “nichts gemacht”, außer den PC anzuschalten, und alle Desktopsymbole waren verschwunden. Es wurde nur der leere Desktophintergrund angezeigt. Der Rest funktionierte einwandfrei, nur die Verknüpfungen auf dem Desktop fehlten.

Nach langem herumraten, Überprüfen der Registry und Suchen im Internet fand ich dann die Lösung, die mehr als simpel ist. Irgendwie hat Windows 7 entschieden, einfach die Funktion “Symbole Anzeigen” für den Desktop zu deaktivieren.

Wiederherstellen kann man die Funktion mit zwei klicks: Rechte Maustaste auf den Desktop, dann unter Ansicht, Desktopsymbole anzeigen wählen. Schon sind alle Icons wieder da.

desktopsymbole

Wie man andere kritisiert

Aus dem großartigen Rules of Thumb-Blog:

“The other day I learned the rules for playing snowballs with 5-year olds: a.) Be careful to just compact the snowballs enough to make them hold together b.) Aim comfortably wide of the mark. I suddenly realized that these are also good rules for offering criticism to anyone, big or small.” – Robert Westbury
OntologicalDoubt, Psychologist, Edmonton, Alberta, Canada

Das würde ich um die Regel ergänzen: Immer locker und offen von vorne, damit der Andere sein Gesicht schützen kann.

Falsch partitionierte SD-Karte reparieren

Angenommen man hat eine gute, aber etwas ältere Digitalkamera. Das könnte rein theoretisch die Casio Exilim EX-P600 sein. Diese Kamera verwendet, wie so viele, SD-Karten als Speichermedium. Angenommen man setzt dort eine 2 GB SD-Karte ein und drückt, um alle Fotos zu löschen, im Menü auf formatieren.

Dann bekommt man eine frisch formatierte SD-Karte. Formatiert auf 1 GB! Offenbar kann die Kamera nicht mit größeren Speicherkarten umgehen. Das ist schlecht, denn Windows kann im Gegenzug nicht mit partitionierten Wechseldatenträgern umgehen. Legt man seine 2 GB SD-Karte nun in einen Kartenleser unter Windows, wird einem fortan die 1 GB-Partition präsentiert. Windows-Format bringt da gar nichts, selbst im Gerätemanager (auch unter Windows 7) zeigt er zwar die vollen 2 GB an, aber ändern lässt sich daran nichts.

Was tun? Nach langem Suchen habe ich die Antwort gefunden: Die panasonic toolPanasonic SD Memory Card Formatting Software (der Download ist ganz unten). Diese ist schnell installiert und mit der magischen Option “Format Size Adjustment” auf on formatiert es die SD-Karte in Sekundenbruchteilen wieder auf die richtige Größe.

Schlimm genug, dass man dafür extra ein Zusatztool braucht. Ein Glück, dass es so einfach und schnell ging. Sieht man einmal von der halben Stunde ab, die ich damit verbrachthabe nach genau diesem Tool zu suchen.

Dinge finden

Wenn man etwas verlegt hat und es sucht, ist es zu 99% genau dort, wo man es hin getan hat. Offensichtlich, oder?

Nein, manchmal eben gerade nicht offen sichtlich. Manchmal rennt man wie ein Tier durch die Wohnung auf der verzweifelten Suche nach dem Handy, der Brille, der TAN-Liste und findet sie doch nicht. Dabei ist das Gesuchte genau dort, wo es sein soll.

Dann ist man Opfer einer selektiven und temporären Blindheit geworden. Da hilft auch alles Fluchen nicht, man läuft zig mal daran vorbei, sucht die Stellen hundertmal ab, und findet es nicht. Da kann man noch so sicher sein, es ist nicht dort.

Aber halt! Bevor man nun verzweifelt die Handynummer sperrt, die Bank informiert und den Schlüsseldienst ruft – es gibt ein Heilmittel! Der erste Impuls ist ja, mehr zu suchen, intensiver zu schauen und nochmal den Schreibtisch auf den Kopf zu stellen. Hat es bisher geholfen? Nein. Also hilft es auch beim fünfzehnten mal nicht.

Also: entspannen und etwas ganz anderes tun. Sich selbst ablenken und aufhören zu suchen. Klar, das ist nicht so leicht wie es sich anhört, man braucht doch das dumme Ding jetzt sofort. Wenn du meinst…

Wenn du es wirklich schnellstmöglich brauchst, hol dir einen Kaffee, setz dich kurz auf den Balkon oder lies ein Buch. Sobald sich die selektive Blindheit von selbst geheilt hat, kannst du das gesuchte Objekt an gewohnter Stelle finden.

Und ist es einmal wirklich nicht dort, so befindet es sich garantiert im Umkreis von 3 Metern. Wetten?

Geringe Nachfrage

Veranstaltung: 27.10.2009
Anmeldefrist: 15.10.2009

Abgesagt wegen “zu geringer Nachfrage”: 2.10.2009

Wer findet den Fehler?

Optimale Spaltenbreite

Wie breit soll eine Spalte in einem Text sein? Entscheidend dafür ist die Lesbarkeit des Texts. Und natürlich das eigene ästhetische Empfinden. Eine Faustregel gibt die Website Rules of Thumb:

For magazines and similar publications, the columns should be the width required to set one and a half alphabets of lower-case letters in the typeface you are using.

Also: Die Textspalte in Magazinen und ähnlichen Publikationen soll genau so breit sein, wie anderthalb Alphabete in Kleinbuchstaben.

Damit bekommt man eine ansprechende Einteilung. Je nach Papierformat oder Druckmedium können sich daraus zwei- oder dreispaltige Layouts ergeben, in die man Illustrationen und Bilder einfließen lassen kann. Das ist natürlich eine Generalisierung, die für mehrspaltigen Text gilt – eben in Magazinen, Zeitungen oder Werbeflyern. Bücher und Webseiten haben meist breitere Spalten.

Wer sich das nächst-beste Magazin ansieht wird merken, dass die Regel ungefähr eingehalten wird. Der Text in Spalten ist auf einen Blick zu erfassen und spricht an. Als besonderes Gestaltungselement, etwa in Überschriften oder Textboxen, findet man dann doch längere Zeilen und breitere Spalten. Die Regel gilt also immer – bis auf die sie bestätigende Ausnahmen. Es ist auf jeden Fall ein Ausgangspunkt, den man seinen eigenen Vorlieben anpassen kann.

Test:
abcdefghijklmnopqrstuvwxyzabcdefghijklmnopqrstuvwxyzabcdefghijklmno
Zweieinhalb Alphabete. Auch gut, das hier ist ja kein Boulevardblatt.

Thematic: Javascript entfernen

Dieses Blog benutzt für die Darstellung das Thematic WordPress Theme Framework. Das lässt diese Seite technisch und äußerlich relativ gut aussehen, hat hervorragende Standardeinstellungen und ist sehr flexibel anpassbar. Mit sehr wenig Mühe lassen sich darauf basierend eigene Vorlagen erstellen oder von anderen veröffentlichte herunterladen.

In diesen Standardeinstellungen ist auch viel Überflüssiges. Ein Beispiel dafür ist das jQuery Superfish Plugin. Damit kann man tolle Menüeffekte erzielen, wenn man denn ein entsprechendes Menü auf der Seite verwendet. Ich tue dies derzeit beispielsweise nicht.

Dennoch werden die dazugehörigen Javascript-Dateien bei jedem Seitenaufruf geladen. Auf den Inhalt der Seite hat das zwar keine Auswirkungen, wohl aber auf die Ladezeit und die zu übertragenden Daten. Im Einzelnen werden die Dateien hoverIntent.js, superfish.js, supersubs.js und thematic-dropdowns.js geladen, ohne jemals benutzt zu werden.

Darstellung-EditorEs ist daher sinnvoll, die Einbindung der Dateien von vornherein zu deaktivieren, wenn man sie sowieso nicht braucht. In Thematic geht das folgendermaßen:

Man öffntet im Wordpress Administrationsmenü den bei Darstellung den Editor und läd dort die Datei Theme-Funktionen (functions.php).

Dort gibt man am Ende, aber noch vor dem ?>, folgenden Code ein:

function childtheme_head_scripts(){}
add_filter('thematic_head_scripts','childtheme_head_scripts');

Dadurch wird das Thematic Framework angewiesen, die Scripts zukünftig nicht mehr zu laden. Wer möchte könnte hier auch eigene Scripts einbinden, z.B. Google Analytics. Allerdings erscheint es mir sinnvoller, diese direkt in das Theme einzufügen.

Der kleine Vogel

birdDer kleine Vogel saß in seinem Nest und wollte irgendwann fliegen lernen. Aber er wollte es besser lernen als seine Brüder. Seine Brüder sprangen nämlich einfach aus dem Nest, als die Eltern nicht da waren. Natürlich landeten sie mit dem Schnabel voran auf dem harten Boden, und der Vater hatte alle Mühe, sie wieder ins Nest zu tragen. So konnte das ja nicht gelingen. Der kleine Vogel wollte es besser machen, viel besser. Er wartete lieber, bis seine Flügel ausgewachsen waren.  Mit zu kleinen Flügeln kann man ja nicht fliegen, das hatte er schon früh erkannt.

Nach einigen Wochen war es dann soweit, der kleine Vogel und seine Brüder waren nun ausgewachsen und es ging an’s Fliegen lernen. Nur, der kleine Vogel wollte es besonders gut lernen, er würde irgendwann besonders gut fliegen können. Seine Brüder sprangen noch immer einfach so vom Nestrand in die Tiefe. Dabei schlugen sie wie wild mit ihren kleinen Flügeln aber, was sonst, sie landeten schon kurz darauf wieder mit dem Schnabel voran auf dem harten Boden. Der kleine Vogel schaute sich lieber andere Vögel an, um von ihnen zu lernen. Während seine Brüder sich Tag für Tag müde kämpften, konnte er aus der Ecke des Nests bequem die anderen Vögel beobachten. Der kleine Vogel ging schließlich mit Verstand vor. Und tatsächlich, er beobachtete Kraniche, Tauben, Spatzen und sogar Kolibris, bis er die Grundlagen der Aerodynamik verstand, wusste wie der Flügelschlag funktionierte und wann es Auf- und wann Abwinde gab, die es auszunutzen gilt. Er erkannte die Zusammenhänge, auf die es beim Fliegen ankommt.

Nach kurzer Zeit wollte er seinen Brüdern seine Erkenntnisse mitteilen. Aber die hörten nicht zu und schauten ihn nur verständnislos an. Dann hüpften sie an den Nestrand und sprangen mir nichts, dir nichts, einfach so hinab. Ab und zu haben sie immerhin einen günstigen Windstoß erwischt, und konnten ein paar Zentimeter segeln, bevor sie – wie so viele Male zuvor – mit dem Schnabel voran auf den Boden fielen. Der kleine Vogel konnte nur mit den Schultern zucken, er verstand seine Brüder nicht. Er würde schon noch das Fliegen richtig lernen, irgendwann.

Wieder vergingen Tage und noch immer saß der kleine Vogel im Nest. Er hatte mittlerweile Kontakt mit anderen kleinen Vögeln aufgenommen, um das Fliegen noch weiter zu erforschen, um es noch besser zu verstehen. Er schrieb nun lange Briefe an befreundete kleine Vögel, er diskutierte lange und ausgiebig über seine neuen Erkenntnisse. Viele Vögel jubelten ihm nun zu, keiner verstand das Fliegen besser als der kleine Vogel. Den einen oder anderen Artikel konnte er sogar in der Vogelzeitung publizieren. Ja, er war wahrlich ein Experte auf seinem Gebiet. Der kleine Vogel genoß seinen Ruhm, hörte aber nicht auf das Fliegen weiter zu erforschen.

Ab und zu kam einer seiner Brüder zu Besuch vorbei. Meist landeten sie mit einem heftigen Schlag eher ungeschickt mit dem Schnabel voran im Nest. Der kleine Vogel lachte dann, freute sich aber über den Besuch. Obwohl er schon immer ein wenig enttäuscht war, dass seine Brüder überhaupt nichts von seinen Erkenntnissen verstehen konnten. Sie wussten ja so wenig vom Fliegen. Aber irgendwann würden sie es schon lernen.

Flash hat eigene Cookies?

In diversen Internetratgebern steht, man solle regelmäßig cookiedie Cookies löschen – Privatsphäre und so. Bei Firefox geht das mittlerweile sehr bequem, einfach Strg+Shift+Entf auf der Tastatur drücken und bei Details Cookies auswählen. Außerdem kann man in den Privatsphäre-Einstellungen des Browsers einstellen, ob und wann neue Cookies angelegt werden dürfen.

Alle Cookies? “Nein!”, sagt wired in einem Artikel. Nicht nur der Browser speichert Cookies, auch das Flash-Plugin, das so ziemlich jeder installiert hat, speichert kleine Datenkrümel auf dem Rechner – egal ob Linux, Mac oder Windows. Diese werden von den Browsereinstellungen nicht tangiert. Besonders dreist: Löscht man die Browser-Cookies manuell, können sie über die weiterhin bestehenden Flash-Cookies einfach wiederhergestellt werden.

Flash-Cookies loswerden? Auf dieser Adobe-Seite (Hersteller von Flash) gibt es eine Liste aller installierten Flash-Cookies mit der Möglichkeit sie zu entfernen. Alternativ kann man seine Festplatte nach .SOL-Dateien absuchen. Bei Vista liegen diese z.B. im Ordner C:\Users\BENUTZERNAME\AppData\Roaming\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects\. Die kann man getrost löschen. (Möglicherweise verliert man dadurch allerdings seine Spielstände in Online-Flashspielen.)

Wer zukünftig mehr Kontrolle über die Daten auf seinem PC möchte, dem empfehle ich die Firefox-Plugins BetterPrivacy oder Ghostery. Wer Flash-Elemente nur selektiv aktivieren will, sollte Flashblock ausprobieren.

Bild: Wikipedia