Windows 7 und Novell Client

Es passieren ja die seltsamsten Dinge. Nach der Installation der automatischen Windows-Updates wollte plötzlich der “Speichern“-Dialog von Windows nicht mehr funktionieren. Egal welches Programm ich benutzt habe, das Fenster zum Speichern der Datei, und mit ihm das Programm, ist immer wieder einfach abgestürzt. Toll, wenn man gerade längere Zeit an einer Datei gearbeitet hat…

Glücklicherweise geben die Windows 7 Fehlermeldungen mittlerweile ein Minimum an Informationen preis. Zwar noch immer recht kryptisch, aber einigermaßen brauchbar. Dort wurde “CALWIN32.DLL” als möglicher Übeltäter genannt.

So weit so gut. Kurz auf der Novell-Homepage geschaut, das Problem ist offenbar auch bekannt. Die “offizielle” Lösung: In den Ordneroptionen (Start, “Ordneroptionen” eintippen) die Funktionen “Dateisymbol auf Miniaturansichten anzeigendeaktivieren und “immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigenaktivieren.

Hilft aber nichts. Jedenfalls nicht bei mir.

Nothilfslösung: Die Datei CALWIN32.DLL im Verzeichnis C:\Windows\System32\ einfach löschen. Das ist sicherlich nicht gesund und macht höchst wahrscheinlich irgendwas kaputt. Und es erscheint eine Fehlermeldung wenn man etwas speichern möchte. Aber immerhin funktioniert es wieder.

Vielleicht finde ich ja noch eine bessere Lösung…

Achtung: Diese Lösung ist absolut nicht zu empfehlen! Ich schreibe sie hier nur hin, damit der PC im absoluten Notfall einigermaßen benutzbar wird.

Rapid Reading #4

Tag 4: Eliminate Regressions And Speed Ahead

Heute wird trainiert, Wörter, Zeilen und Absätze nicht doppelt zu lesen und die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Übung #4:

  1. Drei Minuten im Übungsbuch lesen, den Endpunkt mit einer 1 markieren (Finger nicht vergessen!)
  2. Den gleichen Abschnitt noch einmal für drei Minuten lesen, aber versuchen schneller zu werden. Schließlich hat man es ja schon einmal gelesen. Wieder den Endpunkt markieren.
  3. Noch einmal.
  4. Und noch einmal.
  5. Jetzt kommt die Test-Phase. Nach der Theorie hat man sich an die schnellere Geschwindigkeit gewöhnt. Jetzt für drei Minuten einen neuen Abschnitt im Buch lesen und die WPM ausrechnen.

Ich habe 437 WPM erreicht, etwas weniger als bei der letzten Übung, aber noch immer deutlich mehr also beim “normalen Lesen”.

Ein paar weitere Hinweise in diesem Kapitel:

  • Die Übung soll funktionieren, weil man sein Gehirn an schnelles Lesen gewöhnt. Klar kann man Abschnitte schneller lesen, wenn man sie schon einmal gelesen hat. Den Geschwindigkeitsvorteil soll man dann übertragen auf das Lesen neuer Abschnitte, weil schnelleres Lesen auch Gewöhnungssache ist. Das Auge braucht schließlich nur Sekundenbruchteile um die Wörter zu erfassen.
  • Übung macht den Meister.
  • Vielleicht hilft es, das Buch nicht flach auf den Tisch zu legen, sondern auf eine angewinkelte Stütze? Es kann sehr anstrengend sein, wenn man sich vorbeugen muss oder das Buch schräg betrachtet.

Rapid Reading #3

Tag 3: Start Using Your Built-In Reading Accelerator

Heute lernen wir, mit der Hand zu lesen. Aber zuerst müssen wir wissen, dass die Augen beim normalen Lesen mehr oder weniger ziellos umher springen. Für jeden Sprung braucht es eine viertel Sekunde. Wenn man also ein Wort nach dem anderen liest, kommt man kaum über 240 Wörter/Minute. Also fast mein Wert von gestern! Dazu kommen regressions, also das Zurückspringen und nochmalige Lesen von einzelnen Passagen (bewusst oder unbewusst).

Außerdem soll man gerade sitzen, genug aber nicht zu viel Licht haben, und so weiter. Genug Theorie, auf zur Übung. Nimm den Finger zum Lesen. Wir alle haben es in der Schule schon gemacht, eine Anleitung ist daher unnötig. Finger auf’s Buch und lesen.

Übung 2: Zeilen mit dem Finger unterstreichen

Auf einer beliebigen Seite im Übungsbuch fährt man mit dem Finger knapp unter den Buchstaben in ca. 1 Sekunde die Zeilen von links nach rechts nach. (“Einundzwanzig… Einundzwanzig…”) Das wiederholt man so lange, bis die Bewegung flüssig und gleichmäßig ist (ca. 3x).

Alleine mit dieser “Technik” kann man seine Lesefähigkeit enorm steigern. So wie Daisy, die erst die langsamste Leserin ihrer Schulklasse war und nur durch diesen Trick die Schnellste wurde. Sicherlich ist sie heute Millionärin oder Präsidentin. </unglaubwürdigeAnekdote>

Übung 3: Schluss mit Regressionen

Jetzt nehmen wir ein beliebiges, einfaches Buch (nicht das Test-Buch). Und den Bleistift & Timer.

  1. 3 Minuten lang die Bewegung einüben, damit es flüssig läuft, und mit den Augen genau die Stelle über den Fingern fixieren.
  2. Die aktuelle Stelle mit dem Bleistift markieren und 3 Minuten mit dem Finger lesen.
  3. Wie gestern die Wörter pro Minute und die Erinnerungsrate ausrechnen.

Ich habe bei dieser Übung ganze 524 WPM erreicht! Das ist fast doppelt soviel wie bei normalem Lesen! Dabei ist meine Erinnerungsrate allerdings von ca. 55% auf 34% gesunken. Dennoch, nicht schlecht für den ersten Versuch.

Ein zweiter Versuch, diesmal mit dem Test-Buch: 488 WPM bei 45% Erinnerungsrate. Eine beachtliche Steigerung!

Fazit: Texte werden zukünftig nur noch mit der Hand gelesen.

Rapid Reading #2

Dies ist mein persönliches Logbuch zu den Übungen im Buch Break-Through Rapid Reading von Peter Kump.

Tag 2: Test Your Reading Rate To See Where You Stand

Heute wird der status quo der Lesefähigkeit überprüft. Das läuft im Prinzip so wie bei jedem anderen “Speed Reading”-Kurs. Erst wird ein kurzer Abschnitt für eine bestimmte Zeit gelesen und dann werden die Wörter pro Minute ausgerechnet. Zusätzlich wird die Erinnerungsrate festgehalten.

Test durchführen:

  1. Das ausgewählte Test-Buch und einen Bleistift bereitlegen und Timer vorbereiten.
  2. Drei Minuten lang im Buch lesen (einen Teil, den man noch nicht gelesen hat), so wie man es normalerweise liest.
  3. Sobald die drei Minuten rum sind, mit dem Bleistift die Zeile markieren wo man aufgehört hat
  4. Sechs Minuten lang alles aufschreiben, woran man sich erinnert, ohne noch einmal ins Buch zu schauen

Und jetzt los :-) und erst danach weiter lesen.

Jetzt wollen wir die Reading Rate ausrechnen.

Dazu zählt man zunächst, wie viele Wörter in drei beliebigen Zeilen stehen und teilt das durch 3 (und rundet ggf. ab). In meinem Buch stehen 26 Wörter in drei Zeilen, also ca. 8 Wörter pro Zeile.

Dann zählt man die Zeilen, die man gelesen hat. Halbe Zeilen kann man zusammenzählen, kürzere Zeilen einfach weglassen. Ich habe in drei Minuten genau 99 Zeilen gelesen.

99 Zeilen * 8 Wörter = 792 Wörter. Bei drei Minuten sind das 264 Wörter pro Minute. Laut Buch ein durchschnittliches Ergebnis.

Ich habe im vierten Schritt der Übung 11 Stichworte notiert. Jetzt geht man den gelesenen Text noch einmal schnell durch und zählt, an wie viele Stichworte man sich idealwerweise hätte erinnern können. Das ist natürlich keine genaue Wissenschaft, sondern ein sehr persönlicher Wert. Eine ungefähre Richtung reicht daher völlig. Ich hätte mich idealerweise an 20 Stichworte erinnert, habe also eine Erinnerungsrate von 55%.

Das war’s für heute. Die erste Übung hat insgesamt etwa 15 Minuten gedauert.

Rapid Reading: Tag 1

Dies ist mein persönliches Logbuch zu den Übungen im Buch Break-Through Rapid Reading von Peter Kump.

Tag 1: Save Time by Starting Today

Das ist mal eine großartige Überschrift.

Übung  1: Ein paar Bücher auflisten (und ggf. besorgen), die man in naher Zukunft gerne lesen möchte. Meine Liste:

  1. Zen and the Art of Motorcycle Maintenance
  2. House of Cards
  3. Simple Chinese Medicine
  4. Meditation
  5. Tausendundeine Nacht
  6. Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day

Übung 2:  Ein Thema auswählen, über das man mehr lernen möchte. Meins: Chinesische Medizin.

Vorbereitung für die nächste Übung:

  • Stoppuhr oder Timer besorgen (z.B. online)
  • Übungsbuch bereitlegen. Das soll ein Buch über ein allgemeines Thema sein, das man noch nicht gelesen hat und relativ leicht zu lesen ist, z.B. eine Biographie.

So weit so gut. Wenn es genauso einfach weiter geht… ;-)

VertTabbar für Firefox 3.6

Firefox Version 3.6 ist seit heute verfügbar und läuft super. Bis auf die Tatsache, dass es noch immer nicht ohne weiteres möglich ist, die Tab-Leiste an den linken (oder rechten) Bildschirmrand zu positionieren. Ich werde nie verstehen, warum sie an den oberen Bildschirmrand gequetscht wird und, gerade bei Breitbildformaten, an den Seiten so viel Platz verschenkt wird. Das konnte Opera schon vor Jahren und ist der einzige Grund, warum Chrome für mich keine Chance hat.

Abhilfe für Firefox gibt es in der Form eines Addons: VertTabbar.

Dieses Addon tut genau was es verspricht. Mit nur einem Makel: Es ist nicht kompatibel zu Firefox 3.6. Jedenfalls nicht offiziell, denn es funktioniert einwandfrei. Allerdings muss man etwas tricksen, um es trotz “Inkompatibilität” zum Laufen zu bringen.

Ich habe das Plugin daher so für Firefox Version 3.6 angepasst, dass es sich installieren lässt. Inhaltlich habe ich nichts verändert, nur die “kompatible Versionsnummer” um 0,1 erhöht.

Download hier: http://dl.dropbox.com/u/3980665/verttabbar-2.8.1-3.6ed.xpi

Dear international readers: I took the liberty to modify the awesome VertTabbar Addon to work with Firefox 3.6. I changed nothing but the version number. No warranties, but it works perfectly for me.

Get it here: http://dl.dropbox.com/u/3980665/verttabbar-2.8.1-3.6ed.xpi

Windows 7: Desktopsymbole verschwunden

Neulich habe ich “nichts gemacht”, außer den PC anzuschalten, und alle Desktopsymbole waren verschwunden. Es wurde nur der leere Desktophintergrund angezeigt. Der Rest funktionierte einwandfrei, nur die Verknüpfungen auf dem Desktop fehlten.

Nach langem herumraten, Überprüfen der Registry und Suchen im Internet fand ich dann die Lösung, die mehr als simpel ist. Irgendwie hat Windows 7 entschieden, einfach die Funktion “Symbole Anzeigen” für den Desktop zu deaktivieren.

Wiederherstellen kann man die Funktion mit zwei klicks: Rechte Maustaste auf den Desktop, dann unter Ansicht, Desktopsymbole anzeigen wählen. Schon sind alle Icons wieder da.

desktopsymbole

Wie man andere kritisiert

Aus dem großartigen Rules of Thumb-Blog:

“The other day I learned the rules for playing snowballs with 5-year olds: a.) Be careful to just compact the snowballs enough to make them hold together b.) Aim comfortably wide of the mark. I suddenly realized that these are also good rules for offering criticism to anyone, big or small.” – Robert Westbury
OntologicalDoubt, Psychologist, Edmonton, Alberta, Canada

Das würde ich um die Regel ergänzen: Immer locker und offen von vorne, damit der Andere sein Gesicht schützen kann.

Falsch partitionierte SD-Karte reparieren

Angenommen man hat eine gute, aber etwas ältere Digitalkamera. Das könnte rein theoretisch die Casio Exilim EX-P600 sein. Diese Kamera verwendet, wie so viele, SD-Karten als Speichermedium. Angenommen man setzt dort eine 2 GB SD-Karte ein und drückt, um alle Fotos zu löschen, im Menü auf formatieren.

Dann bekommt man eine frisch formatierte SD-Karte. Formatiert auf 1 GB! Offenbar kann die Kamera nicht mit größeren Speicherkarten umgehen. Das ist schlecht, denn Windows kann im Gegenzug nicht mit partitionierten Wechseldatenträgern umgehen. Legt man seine 2 GB SD-Karte nun in einen Kartenleser unter Windows, wird einem fortan die 1 GB-Partition präsentiert. Windows-Format bringt da gar nichts, selbst im Gerätemanager (auch unter Windows 7) zeigt er zwar die vollen 2 GB an, aber ändern lässt sich daran nichts.

Was tun? Nach langem Suchen habe ich die Antwort gefunden: Die panasonic toolPanasonic SD Memory Card Formatting Software (der Download ist ganz unten). Diese ist schnell installiert und mit der magischen Option “Format Size Adjustment” auf on formatiert es die SD-Karte in Sekundenbruchteilen wieder auf die richtige Größe.

Schlimm genug, dass man dafür extra ein Zusatztool braucht. Ein Glück, dass es so einfach und schnell ging. Sieht man einmal von der halben Stunde ab, die ich damit verbrachthabe nach genau diesem Tool zu suchen.

Dinge finden

Wenn man etwas verlegt hat und es sucht, ist es zu 99% genau dort, wo man es hin getan hat. Offensichtlich, oder?

Nein, manchmal eben gerade nicht offen sichtlich. Manchmal rennt man wie ein Tier durch die Wohnung auf der verzweifelten Suche nach dem Handy, der Brille, der TAN-Liste und findet sie doch nicht. Dabei ist das Gesuchte genau dort, wo es sein soll.

Dann ist man Opfer einer selektiven und temporären Blindheit geworden. Da hilft auch alles Fluchen nicht, man läuft zig mal daran vorbei, sucht die Stellen hundertmal ab, und findet es nicht. Da kann man noch so sicher sein, es ist nicht dort.

Aber halt! Bevor man nun verzweifelt die Handynummer sperrt, die Bank informiert und den Schlüsseldienst ruft – es gibt ein Heilmittel! Der erste Impuls ist ja, mehr zu suchen, intensiver zu schauen und nochmal den Schreibtisch auf den Kopf zu stellen. Hat es bisher geholfen? Nein. Also hilft es auch beim fünfzehnten mal nicht.

Also: entspannen und etwas ganz anderes tun. Sich selbst ablenken und aufhören zu suchen. Klar, das ist nicht so leicht wie es sich anhört, man braucht doch das dumme Ding jetzt sofort. Wenn du meinst…

Wenn du es wirklich schnellstmöglich brauchst, hol dir einen Kaffee, setz dich kurz auf den Balkon oder lies ein Buch. Sobald sich die selektive Blindheit von selbst geheilt hat, kannst du das gesuchte Objekt an gewohnter Stelle finden.

Und ist es einmal wirklich nicht dort, so befindet es sich garantiert im Umkreis von 3 Metern. Wetten?