Wenn man etwas verlegt hat und es sucht, ist es zu 99% genau dort, wo man es hin getan hat. Offensichtlich, oder?
Nein, manchmal eben gerade nicht offen sichtlich. Manchmal rennt man wie ein Tier durch die Wohnung auf der verzweifelten Suche nach dem Handy, der Brille, der TAN-Liste und findet sie doch nicht. Dabei ist das Gesuchte genau dort, wo es sein soll.
Dann ist man Opfer einer selektiven und temporären Blindheit geworden. Da hilft auch alles Fluchen nicht, man läuft zig mal daran vorbei, sucht die Stellen hundertmal ab, und findet es nicht. Da kann man noch so sicher sein, es ist nicht dort.
Aber halt! Bevor man nun verzweifelt die Handynummer sperrt, die Bank informiert und den Schlüsseldienst ruft – es gibt ein Heilmittel! Der erste Impuls ist ja, mehr zu suchen, intensiver zu schauen und nochmal den Schreibtisch auf den Kopf zu stellen. Hat es bisher geholfen? Nein. Also hilft es auch beim fünfzehnten mal nicht.
Also: entspannen und etwas ganz anderes tun. Sich selbst ablenken und aufhören zu suchen. Klar, das ist nicht so leicht wie es sich anhört, man braucht doch das dumme Ding jetzt sofort. Wenn du meinst…
Wenn du es wirklich schnellstmöglich brauchst, hol dir einen Kaffee, setz dich kurz auf den Balkon oder lies ein Buch. Sobald sich die selektive Blindheit von selbst geheilt hat, kannst du das gesuchte Objekt an gewohnter Stelle finden.
Und ist es einmal wirklich nicht dort, so befindet es sich garantiert im Umkreis von 3 Metern. Wetten?