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	<title>ChrisJones.de &#187; Metapher</title>
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		<title>Der kleine Vogel</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 22:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Metapher]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kleine Vogel saß in seinem Nest und wollte irgendwann fliegen lernen. Aber er wollte es besser lernen als seine Brüder. Seine Brüder sprangen nämlich einfach aus dem Nest, als die Eltern nicht da waren. Natürlich landeten sie mit dem Schnabel voran auf dem harten Boden, und der Vater hatte alle Mühe, sie wieder ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-253" title="bird" src="http://www.chrisjones.de/wp-content/uploads/2009/08/bird.jpg" alt="bird" width="152" height="153" />Der kleine Vogel saß in seinem Nest und wollte irgendwann fliegen lernen. Aber er wollte es besser lernen als seine Brüder. Seine Brüder sprangen nämlich einfach aus dem Nest, als die Eltern nicht da waren. Natürlich landeten sie mit dem Schnabel voran auf dem harten Boden, und der Vater hatte alle Mühe, sie wieder ins Nest zu tragen. So konnte das ja nicht gelingen. Der kleine Vogel wollte es besser machen, viel besser. Er wartete lieber, bis seine Flügel ausgewachsen waren.  Mit zu kleinen Flügeln kann man ja nicht fliegen, das hatte er schon früh erkannt.</p>
<p>Nach einigen Wochen war es dann soweit, der kleine Vogel und seine Brüder waren nun ausgewachsen und es ging an&#8217;s Fliegen lernen. Nur, der kleine Vogel wollte es besonders gut lernen, er würde irgendwann besonders gut fliegen können. Seine Brüder sprangen noch immer einfach so vom Nestrand in die Tiefe. Dabei schlugen sie wie wild mit ihren kleinen Flügeln aber, was sonst, sie landeten schon kurz darauf wieder mit dem Schnabel voran auf dem harten Boden. Der kleine Vogel schaute sich lieber andere Vögel an, um von ihnen zu lernen. Während seine Brüder sich Tag für Tag müde kämpften, konnte er aus der Ecke des Nests bequem die anderen Vögel beobachten. Der kleine Vogel ging schließlich mit Verstand vor. Und tatsächlich, er beobachtete Kraniche, Tauben, Spatzen und sogar Kolibris, bis er die Grundlagen der Aerodynamik verstand, wusste wie der Flügelschlag funktionierte und wann es Auf- und wann Abwinde gab, die es auszunutzen gilt. Er erkannte die Zusammenhänge, auf die es beim Fliegen ankommt.</p>
<p>Nach kurzer Zeit wollte er seinen Brüdern seine Erkenntnisse mitteilen. Aber die hörten nicht zu und schauten ihn nur verständnislos an. Dann hüpften sie an den Nestrand und sprangen mir nichts, dir nichts, einfach so hinab. Ab und zu haben sie immerhin einen günstigen Windstoß erwischt, und konnten ein paar Zentimeter segeln, bevor sie &#8211; wie so viele Male zuvor &#8211; mit dem Schnabel voran auf den Boden fielen. Der kleine Vogel konnte nur mit den Schultern zucken, er verstand seine Brüder nicht. Er würde schon noch das Fliegen richtig lernen, irgendwann.</p>
<p>Wieder vergingen Tage und noch immer saß der kleine Vogel im Nest. Er hatte mittlerweile Kontakt mit anderen kleinen Vögeln aufgenommen, um das Fliegen noch weiter zu erforschen, um es noch besser zu verstehen. Er schrieb nun lange Briefe an befreundete kleine Vögel, er diskutierte lange und ausgiebig über seine neuen Erkenntnisse. Viele Vögel jubelten ihm nun zu, keiner verstand das Fliegen besser als der kleine Vogel. Den einen oder anderen Artikel konnte er sogar in der Vogelzeitung publizieren. Ja, er war wahrlich ein Experte auf seinem Gebiet. Der kleine Vogel genoß seinen Ruhm, hörte aber nicht auf das Fliegen weiter zu erforschen.</p>
<p>Ab und zu kam einer seiner Brüder zu Besuch vorbei. Meist landeten sie mit einem heftigen Schlag eher ungeschickt mit dem Schnabel voran im Nest. Der kleine Vogel lachte dann, freute sich aber über den Besuch. Obwohl er schon immer ein wenig enttäuscht war, dass seine Brüder überhaupt nichts von seinen Erkenntnissen verstehen konnten. Sie wussten ja so wenig vom Fliegen. Aber irgendwann würden sie es schon lernen.</p>
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